DIE WEINPROBE

 

 

1. Schritt zur Weinbeschreibung

 

 

Man darf seiner Nase und seinem Gaumen ruhig vertrauen!

 

Beim bewussten Weintrinken schmeckt und riecht man die Vielfältigkeit der Weine – man muss nur ein bisschen üben, sozusagen die Sinne trainieren!Rot und Weisswein aus Österreich

 

 

Beim Beschreiben, bewerten eines Weines gehts beim Farbton los.

Der Farbton eines Weines ist von vielen Faktoren, wie z.B. der Rebsorte, dem Reifegrad der Trauben, dem Jahrgang, dem Ausbau … abhängig.

 

Zuerst muss erkannt werden, ob es ein Weiss-, oder Rotwein ist!

Wenn man diese Hürde geschafft hat, geht es weiter mit der genaueren Farbbestimmung – es gibt viele Abstufungen der Farbe des Weiss- und Rotweins.

 

Beim Weisswein geht es vom hellen Gelb, grünliches Gelb, Zitronengelb, Strohgelb bis hin zu Goldgelb und Bernsteinfarben.

Die Abstufungen beim Rotwein gehen von hellrosa, pink, hellrot, ziegelrot, rubinrot, granatrot, purpur bis hin zu violett und schwarz.

 

 

Wir haben es geschafft, die Farbe des Weines wurde bestimmt.

 

 

 

2. Schritt der Weinprobe: Farbtiefe

 

 Julia Schiller im Weinhof Österreich dem Weinhandel mit Wein aus Österreich

weiter gehts auf unserem Weg zur Weinbeschreibung.

 

 

Es geht zur Bestimmung der Weinintensität und Dichte der Farbe. Hierfür stellt man das Weinglas am besten auf ein weißes Papier und schaut von oben auf den Stielansatz des Glases. Eine große Farbtiefe und Dichte des Weines heißt, dass der Stielansatz kaum oder gar nicht zu erkennen ist. Dies ist ein Hinweis auf einen vollen, kräftigen Wein, der einen langen Kontakt mit der Beerenhaut hatte.

 

Eine geringe Farbtiefe ist ein Zeichen für einen kurzen Kontakt des Weines mit der Beerenhaut, bis hin zu unreifen Trauben.

 

 

Auch das Alter des Weines kann bestimmt werden. Mit zunehmenden Alter blassen die Rotweine aus und Weissweine legen an Farbe zu.

 

 

Diese Farbtiefe geht von wässrig, schwach, blass bis hin zu dicht, dunkel oder tief.

 

 

 

Unsere Weinprobe geht weiter mit den sogenannten "Kirchenfenster"

 

 

Weiter am Weg zur Weinbeschreibung. Was sind sogenannte "Kirchenfenster"?

 

Wenn man das Weinglas schwenkt und der Wein den Glasrand benetzt, entstehen Schlieren, die sogenannten Kirchenfenster. Diese Schlieren helfen bei der Bestimmung des Alkoholgehaltes. Je weiter auseinander die Schlieren sind, desto leichter ist der Wein und enthält weniger Alkohol. Je enger die Schlieren aneinander sind, desto kräftiger ist der Wein.

 

 

 

 

Die Weinprobe – die Nase Teil 1

 

 

Ein schöner Moment beim Weintrinken ist, den Geruch eines guten Weines in der Nase zu haben!

 

 

Weinverkostung mit Wein aus Österreich

Über Aromen des Weines wird viel gesprochen. Ein Grund dafür ist, dass Jedermann mitreden kann und jeder riecht verschiedene Düfte. Das spannende dabei ist, dass alle Menschen auf bestimmte Aromen besonders sensibel reagieren, somit fallen Weinbeschreibungen unterschiedlich aus.

 

 

Weintrinken ist eine Übungssache, auch der Geruchssinn kann trainiert werden. Also keine Sorge, die Nase lässt uns nicht im Stich!

 

 

 

Was aber sind Aromen des Weines? Es sind von den Trauben stammende Düfte im Wein. Z.b.: ein Sauvignon Blanc hat Noten von Hollunder, Paprika, Gras – dazu aber später mehr.

 

 

Am besten atmet man mehrmals und kurz ein – so können die meisten Aromen in der Nase wahrgenommen werden – zuerst ohne schwenken des Weines, dann wird der Wein ein bis zweimal geschwenkt und am Schluss, wenn das Glas leer ist, darf man nicht vergessen nochmals zu riechen. Aufgrund der großen, benetzten Oberfläche werden viele Aromen intensiver wahrgenommen.

 

 

 

 

Die Weinprobe – die Nase Teil 2

 

Aber was kann man nun riechen?

 

Das ist eine Frage, die ich oft gestellt bekomme und hier kommt eine Erklärung:

 

Es kann die Reintönigkeit, die Intensität und der allgemeine Charakter des Weines bestimmt werden.

 

Weinprobe mit Wein vom Weingut Holzapfel

- Reintönigkeit: ist der Wein fehlerhaft (z.B.: hat er Kork) oder nicht

- Intensität: damit ist gemeint, ob der Wein verschlossen ist – die Aromen verstecken sich – man riecht fast nichts, hat der Wein ein ausgeprägtes Bukett, oder ist er sogar aufdringlich.

- allgemeiner Charakter: man teilt die Aromen in Oberbegriffe wie blumig, fruchtig, würzig, erdig, ... und geht dann immer tiefer in die Aromenbestimmung.

 

Ich zeige es am Beispiel eines fruchtigen Weines:

Man kann zwischen Stein- und Kernobst, Zitrusfrucht, Beerenfrucht, Dörrobst, oder einer tropischen Frucht entscheiden.

 

Erinnern die Noten die man in der Nase hat an Stein- und Kernobst überlegt man welches, ist es eine Kirsche, Marille (Aprikose), Pfirsich, Apfel, ...

 

Und schon hat man die Aromen des Weines bestimmt. Ist doch ganz einfach:)

 

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